Der Morbus Fabry, auch bekannt als Anderson-Fabry-Krankheit, ist eine X-chromosomal rezessiv oder dominant vererbte lysosomale Speicherkrankheit und nach Morbus Gaucher Morbus Gaucher Morbus Gaucher die zweithäufigste der lysosomalen Speicherkrankheiten. Morbus Fabry wird durch einen Mangel des Enzyms Alpha-Galactosidase (alpha-Gal A) verursacht, was zur Akkumulation des Glycosphingolipids Globotriaosylceramid (Gb3) in Lysosomen führt. Diese Akkumulation führt zu Organdysfunktionen und klinischen Manifestationen. Morbus Fabry wird in eine klassische (früh einsetzende) und atypische (später beginnende) Krankheit unterteilt. Das klinische Erscheinungsbild und der Schweregrad können variieren, umfassen jedoch häufig Akroparästhesien, Angiokeratome, Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenfunktionsstörungen. Die Diagnose wird durch Messung der Alpha-Gal A-Enzymaktivität oder Identifizierung einer Alpha-Galactosidase A (GLA)-Genmutation gestellt. Es gibt keine Heilung für den Morbus Fabry. Die Behandlung ist supportiv, einschließlich der Schmerzkontrolle und der Verlangsamung des Fortschreitens der Krankheit durch Enzymersatz- oder Begleittherapien.
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Lernleitfaden
Medizin ➜
Histologischer Objektträger aus einer Nierenbiopsie bei einem Patienten mit Morbus Fabry:
Die Ansammlungen von Globotriaosylceramid in Podozyten sind dunkel gefärbt.
Der lysosomale Speicherweg:
Morbus Fabry resultiert aus einem Mangel an Alpha-Galactosidase A, der zu einer Ansammlung von Globotriaosylceramid (Gb3) führt.
Das klinische Erscheinungsbild und der Schweregrad variieren; Männer zeigen schwerwiegendere Symptome als Frauen.
Muskulokutane Symptome:
Angiokeratome sind häufig auf Gesäß, Leistengegend, Nabel und Oberschenkel verteilt. Sie sind gelegentlich auf den Lippen und der Mundschleimhaut zu sehen.
Bild: „Angiokeratoma“ von Alessandro P. Burlina et al. Lizenz: CC BY 2.0GI-Trakt:
Okulare Symptome:
Okuläre Veränderungen bei Morbus Fabry:
a: Cornea verticillata
b: Tortuosität und Erweiterung der Bindehautgefäße (Pfeile)
c: Tortuosität der Ateria und Vena temporalis superior
d: Linsenundurchsichtigkeit/Katarakt
Neurologie:
Kardiologie:
Aurikuläre Symptome:
Sonstiges:
Klinischer Verdacht bei Kindern oder Jugendlichen führt zu spezifischen Tests. Eine späte Diagnose ist jedoch angesichts des unterschiedlichen klinischen Erscheinungsbildes keine Seltenheit.