Interview mit Christian Merker: Strukturierte Vorbereitung als Schlüssel zur Kenntnisprüfung

Die Kenntnisprüfung ist für internationale Pflegefachkräfte ein zentraler Schritt auf dem Weg zur Anerkennung in Deutschland. Für Kliniken, Träger und Pflegeeinrichtungen entscheidet ihr Bestehen darüber, wie schnell Fachkräfte voll eingesetzt werden können.
Im Interview erläutert Christian Merker, Medizinpädagoge und Hauptdozent des Lecturio-Vorbereitungskurses, welche Anforderungen die Prüfung tatsächlich stellt, wo typische Schwierigkeiten liegen und warum eine strukturierte Vorbereitung für Einrichtungen ein entscheidender Faktor ist.
So läuft das Anerkennungsverfahren wirklich

Der Anerkennungsprozess internationaler Pflegefachkräfte aus Drittstaaten erfordert in Einrichtungen eine klare Struktur, verlässliche Planung und gezielte Begleitung. Gleichzeitig ist er für Kliniken und Pflegeeinrichtungen ein zentraler Hebel, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Wer den Prozess versteht, realistisch einschätzt und gezielt begleitet, kann Ausfälle reduzieren, Kosten senken und internationale Pflegekräfte schneller und nachhaltig integrieren.
Dieser Beitrag zeigt praxisnah, wie das Anerkennungsverfahren tatsächlich abläuft – von der Antragstellung im Ausland bis zur bestandenen Kenntnisprüfung – und wo Einrichtungen konkret unterstützen können.
Pflegenotstand 2026 – Kenntnisprüfung als zentraler Hebel

Der Pflegenotstand ist im Jahr 2026 längst kein vorübergehendes Krisenszenario mehr. Er hat sich zu einer strukturellen Daueraufgabe entwickelt, die Politik, Träger und Einrichtungen gleichermaßen fordert. Trotz zahlreicher Reformen, Förderprogramme und Rekrutierungsinitiativen bleibt die Versorgungslage angespannt. Immer deutlicher zeigt sich dabei: Eine der entscheidenden Stellschrauben liegt in der Anerkennung ausländischer Pflegefachkräfte – und hier insbesondere in der Kenntnisprüfung.